Menschen

Sucht hautnah - Kurzfilm: Inside Substitution

Knapp 80.000 Menschen werden aktuell substituiert. Doch es könnten viel mehr sein. Vor der Kamera berichten Maria, Bernd, Chrizzy und Ben hautnah über ihre Erfahrungen mit der Substitutionsbehandlung.

Blätterwald mit Sonne

„Ja“ zur Substitution

Sie heißen Maria, Bernd, Chrissy und Ben und stehen mitten im Leben. Das war nicht immer so. Früher haben sie Heroin und andere Opiate konsumiert. Heute werden sie substituiert. In dem Kurzfilm „Inside Substitution“ berichten die vier über ihre Erfahrungen mit der Substitutionsbehandlung. Ziel des Youtube-Videos ist es, Suchtkranken die Entscheidung zur Substitutionsbehandlung zu erleichtern sowie Ärzte bei der Beratung zu unterstützen. Entstanden ist der Film auf Initiative des JES Bundesverbands e. V. mit der Unterstützung von Hexal.

Eins haben sie alle gemeinsam: Sie wollten wieder ein geregeltes Leben. Für Maria, Bernd, Chrissy und Ben war die Entscheidung für die Substitution ein Schritt in die richtige Richtung. „Ich lernte wieder, mich zu fühlen. Echte Freude. Echte Trauer“, berichtet Chrissy. Auch Ben geht es gesundheitlich besser. Sehr anschaulich und auf den Punkt gebracht, stellen die vier in dem knapp zehnminütigen Film ihre Beweggründe, Ziele und Empfehlungen dar. Und Bernd weiß, wovon er spricht: Der Schritt in die Substitution ist in jedem Einzelfall gut zu überlegen.

Inside Substitution unterstützt Ärzte im Beratungsgespräch

Aktuell werden knapp 80.000 Menschen in Deutschland substituiert. Das sind rund 30 bis 40 Prozent aller Heroinkonsumenten. Somit wird die Mehrzahl der Drogenkonsumenten aktuell nicht behandelt. „Die soeben beschlossenen rechtlichen und medizinischen Rahmenbedingungen zur Substitutionsbehandlung sind jedoch eine sehr gute Basis, auch diesen Patienten eine Behandlung anbieten zu können“, so der JES Bundesverband e. V. „Der Film informiert Betroffene und Angehörige. Er eignet sich auch für das Arzt-Patienten-Gespräch.“

 

Inside Substitution
Substitution Inside